Wichtige Begriffe

 


Sex/Biologisches Geschlecht
Genotypisch: genetisches Geschlecht. Bsp.: “Ich habe ein X- und ein Y-Chromosom.”
Phänotypisch: Körperlich ausgeprägtes (biologisches) Geschlecht. Stimmt meistens mit dem genetischen Geschlecht überein, aber nicht immer. Bsp.: “Mein Körper weist ausschließlich männliche Geschlechtsmerkmale auf.”

Gender Identity/Geschlechtsidentität
Psychisches/seelisch empfundenes Geschlecht. Diese muss qualitativ weder zeitlich noch situativ festgelegt sein. Bsp.: “Ich fühle mich meistens als Mann, unabhängig von meinem biologischen Geschlecht.”

Gender Role/Geschlechterrolle
Durch Sozialisation und Kultur vermittelte Verhaltenserwartungen und Zuschreibungen, die i.d.R. an das biologische Geschlecht bzw. manchmal auch an die Geschlechtsidentität geknüpft sind. Also eine geschlechterstereotype Rollenerwartung, die gesellschaftlich konstruiert wird. Bsp.: “Männer dürfen nicht weinen.”

Sexuelle Orientierung
Die sexuelle Präferenz bei der Wahl von Sexualpartner_innen, *unabhängig* von der Gender Identity oder gar den Gender Roles. Diese Präferenz kann auch wechseln und ist nicht an ein binäres Geschlechterverständnis gebunden. Bsp. : “Ich bevorzuge Menschen mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen als Sexualpartner_innen.” oder “Ich bin homosexuell.”

Genderstern*
Das Sternchen hinter einem Geschlecht (z.B. Frau*) symbolisiert dessen konstruierten Charakter und verweist auf eine Unabhängigkeit des Begriffs vom biologischen Geschlecht.

Feminismus
Da überblicksartig ganz gut, wenn auch die Quelle kritisch zu hinterfragen ist, hier die Wiki-Definition: “Feminismus (abgeleitet aus dem französisch féminisme, vom lat. Wortstamm femina ‚Frau‘) ist das Bekenntnis zur politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter [in Bezug auf Verwirklichungschancen, Anm. d. Autorin]. Der Begriff bezeichnet heterogene Denkansätze und Theorien, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Aufbegehren gegen die Identifizierung von Frauen [bzw. von Menschen mit nicht-männlichen Geschlechtsentwürfen, Anm. d. Autorin mit Verweis auf dekonstruktivistische Strömungen] als einer Männern nachgeordneten Gruppe ist. Ziel ist die Veränderung der Lebenssituation von Frauen [-"-] als auch der Strukturen, die eine Nachrangigkeit von Frauen  [-"-] hervorbringen.”
Eine Positionierung des Gendersquads zu den verschiedenen feministischen Strömungen findet ihr hier. Warum wir den Namen unterstützen, obwohl die Bewegung inzwischen alle Geschlechterentwürfe und auch interagierende Strukturmerkmale (z.B. soziale Herkunft) mit einbezieht, könnt ihr in Acid´s Blogartikel “Warum es Feminismus heißt” nachlesen.

 Rape Culture
…wird noch ergänzt, bis dahin gibt es einen guten Erklärbärartikel hier (von Antiprodukt) und einen auf den 29c3 bezogenen Blogpost hier (von Ennomane)

 

 

…in progress.