How to be an Ally

Der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit ist kein alleiniges Frauen*-Ding (das wäre viel zu eindimensional) und zielt auch nicht auf eine Bevorzugung von Frauen ab, sondern auf eine gleichberechtigte Vielfalt sämtlicher Identitätsentwürfe, unabhängig vom biologischen Geschlecht. Das System der Geschlechternormierung birgt für einen Großteil der Menschen Nachteile, auf verschiedene Art und Weise.  Mal ehrlich, wer von euch profitiert *wirklich* von Schubladen? Um vermeintliche “Natürlichkeiten” kritisch zu hinterfragen und mehr Chancengleichheit für alle Individuen zu ermöglichen, ist natürlich Kompensation von Sozialisationsunterschieden (wie Kompetenzerwerb) eine gute Strategie, aber auch gegenseitige Sensibilisierung und eine Erzeugung von Synergien. Wir befürworten daher eine Allianz der verschiedenen Geschlechter, um Bemühungen zu synchronisieren und Verantwortung breitflächiger wahrzunehmen.

Eine Vorschlagsliste bezüglich der spezifischen Handlungsmöglichkeiten für Männer* und interessante Links, Literatur und Beispiele wird es bald geben. Viel Spaß beim Verbünden!

 

 

PS: Wir beziehen uns hier auf bestehende Sozialisationen und Geschlechtsidentitäten. Klar besteht bei jeder zielgruppenspezifischen Maßnahme die Gefahr der Rekonstruktion. Andererseits wäre es unserer Ansicht nach ineffektiv, aktuell existierende Identitäten und den damit verbundenen gesellschaftlichen Druck außer Acht zu lassen und auszublenden. Im Moment fahren wir so ein Zwischending, bei dem wir uns alle da abholen wollen, wo wir gesellschaftlich stehen, gleichzeitig aber auch deutlich machen, wie konstruiert die Kategorie Geschlecht in vielen Bereichen ist. Wenn ihr Anregungen und Verbesserungsvorschläge habt, sind wir dafür offen!